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Neue Projektstelle „Prävention“ geschaffen

Anzeigedatum: 
22 Oktober, 2013 - 10:09

Prävention ist in aller Munde, jetzt geht auch die Sportkreisjugend Karlsruhe gemeinsam mit dem Stadtjugendausschuss e. V. Karlsruhe einen Schritt in die Zukunft: Seit 1. Oktober arbeitet  Michèle Bücklein bei der Projektstelle „Prävention sexualisierte Gewalt“. Wer und was dahinter steckt, sagt sie uns jetzt im Interview.

Was müssen wir uns unter dieser Projektstelle vorstellen?

Bücklein: „Der Stadtjugendausschuss e.V. hat in Kooperation mit der Sportkreisjugend Karlsruhe seit Oktober 2013 die „Projektstelle Prävention“ (75 Prozent) eingerichtet. Die Stelle selbst startet als Pilotprojekt und ist erst einmal zeitlich befristet eingerichtet. Oberstes Ziel ist es, den Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexuellem Missbrauch in Sportvereinen und in den Karlsruher Jugendverbänden zu erhöhen. Das Thema soll in die Vereine und Verbände gebracht werden, wir wollen diese dabei unterstützen in dem Bereich Prävention aktiv zu werden. Hierzu ist geplant vorhandene Konzepte zu nutzen, diese anzupassen und dann umzusetzen. Zielgruppe der „Projektstelle Prävention“ sind alle in der Jugendarbeit Aktiven aus den  Mitgliedsverbänden des Stadtjugendausschuss e.V. und den Sportvereinen des Sportkreises Karlsruhe e.V. Neben mir als hauptamtlicher Mitarbeiterin steht mit Jack Herbst der stellvertretende Vorsitzende der Sportkreisjugend Karlsruhe für das Projekt.“

Was haben sie vorher gemacht?

Bücklein: „Ich habe im September diesen Jahres mein Duales Studium abgeschlossen (Bachelor of Arts Soziale Arbeit). Meine Praxisphasen habe ich im Bereich Beratung und Suchtprävention sowie eine Phase im Ausland absolviert. Vor Beginn des Studiums habe ich ein paar Monate im Ausland in sozialen Projekten gearbeitet und ein Vorpraktikum in der offenen Kinder- und Jugendarbeit gemacht. In den letzten Monaten habe ich mich intensiv mit dem Thema des sexuellen Missbrauchs beschäftigt, unter anderem war es Thema in meiner Bachelorarbeit und ich habe in der Uni das Wahlfach Dimensionen sexueller Gewalt belegt.“

Wo knüpfen sie an? Welche ersten Schritte haben Sie schon unternommen?

Bücklein: „Anknüpfen werde ich an schon vorhandenen Konzepten. Diese müssen gesichtet, die für uns wesentlichen Punkte zielgruppengerecht und regional angepasst werden. Des Weiteren hat der Projektinitiator Jack Herbst schon einiges an Vorarbeit geleistet, an die ich anknüpfen kann. Hierzu gehören unter anderem Kontakte mit interessierten Vereinen und Verbänden sowie mit Fachkräften und regionalen Beratungsstellen. Als nächsten Schritt werde ich im Oktober mit der Qualifizierungsreihe „Prävention sexueller Gewalt in der Jugendarbeit- Entwicklung schützender Strukturen“ (PräTect) starten. An insgesamt 17 Seminartagen wird zum einen Fachwissen verbessert und intensiviert. Zum anderen werde ich aktiv bei der Umsetzung von Maßnahmen begleitet und unterstützt.“

Wo liegt das Hauptaugenmerk in der Zukunft?

Bücklein: „Nach unserem Eindruck gibt es auf Bundes- und Landesebene eine große Zahl unterschiedlicher Konzepte und Leitfäden, die leider nicht den Weg an die Basis finden. Das Hauptaugenmerk der Projektstelle liegt daher darin, mit den Vereinen und Verbänden in Kontakt zu kommen und diese bei der Umsetzung konkreter Schritte mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu unterstützen und zu begleiten. Jetzt zu Beginn ist es vor allem Ziel, die Projektstelle publik zu machen, für das Thema zu sensibilisieren und Kontakte herzustellen.“

Mit wem wollen und arbeiten Sie zusammen?

Bücklein: „Unsere ersten Ansprechpartner sind die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in den Vereinen und Verbänden, die Interesse haben, mit uns gemeinsam am Thema Prävention zu arbeiten. Außerdem ist an eine Zusammenarbeit mit den Fachberatungsstellen AllerleihRauh und Wildwasser & Frauennotrufe in Karlsruhe gedacht sowie mit den Psychologischen Beratungsstellen des Landkreises. Diese haben die Fachlichkeit, um den Mitarbeitern und Ehrenamtlichen der Vereine und Verbände mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Die Projektstelle wird hierbei die Rolle als Vermittler und „Türöffner“ einnehmen.“

Gibt es Projekte, die Sie unterstützen?

Bücklein: „Wir unterstützen und nutzen die Kampagne „Kein Raum für Missbrauch“. Sie ist eine Kampagne zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Gewalt und wurde vom Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, Johannes-Wilhelm Rörig initiiert. Das Zeichen, welches ein X mit der Inschrift „Kein Raum für Missbrauch“ darstellt, werden auch wir verwenden. Interessant ist auch das Projekt „Mein Verein und Ich“ von AMYNA e.V. Bei diesem Projekt wird den Akteuren eine zweitägigen Schulung angeboten, um erforderliches Wissen zum Thema zu erwerben.“

Welche aktuellen Veranstaltungen sind geplant?

Bücklein: „Am 12. November findet ab 18 Uhr in den Räumen der Stiftung Hänsel + Gretel (Rüppurrer Str. 4, Karlsruhe) ein Seminarabend „Prävention im Sportverein“ von AMYNA e.V. statt. An diesem Abend werde ich selbst auch vor Ort sein und die Projektstelle vorstellen. Inhalte werden Basisinformationen zu den Themen sexueller Missbrauch im Sport, Täterstrategien, Prävention und Verhalten im Krisenfall sein. Infos und Anmeldung unter praevention@sportlernetz-ka.de; Telefon 0152 53976488 oder direkt bei AMYNA."

Kontaktdaten:

Haus des Sports                                                       

Am Fächerbad 5                                                    

76131 Karlsruhe                                                    

Telefon: 0721/180835                                           

Handy: 0152 53976488                                        

E-mail: praevention@sportlernetz-ka.de    

 

Stadtjugendausschuss e.V.           

Moltkestr. 122  

76133 Karlsruhe

Telefon 0721/ 133 5614 

Handy:  0152 53976488

E-mail: m.buecklein@stja.de 

 

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